Hilfeplangespräch

Sozialarbeiter Brandenburg

 

Die Aufgabe des Hilfeplangespräches ist es, "auf der Grundlage des Entscheidungsangebots aus dem (den) Fachgespräch(en) einen Hilfeplan mit allen Beteiligten zu erstellen und abzustimmen. Im Rahmen der Hilfeplanung sollen Entscheidungen hinsichtlich des erzieherischen Bedarfes, die Art der Hilfe(n) sowie die damit verbundenen Leistungen und die voraussichtliche Dauer der Hilfe(n) getroffen werden.

Grundsätzlich sind einige wichtige Punkte, die der Hilfeplan leisten sollte, an dieser Stelle zu nennen. - Gemeint ist, dass Ziele formuliert werden sollen, auf die gemeinsam hingearbeitet wird. Hierbei ist es wichtig, was die am Verfahren Beteiligten zur Erreichung der Ziele einzubringen haben. Ich schließe mich hier der Ansicht von Helga Oberloskamp an, die in ihrem Werk "Jugendhilferechtliche Fälle für Studium und Praxis" folgende Punkte hervorhebt:

 

"Im Hilfeplangespräch sollen ...

 

- Ziele und Wünsche von den Beteiligten (Personensorgeberechtigte und verantwortliche SozialarbeiterInnen/ -pädagogInnen im Jugendamt) einschließlich möglicher Zieldiskrepanzen,

 

- Aufgaben, die Personensorgeberechtigte, Minderjährige und Hilfestelle übernehmen sollen und wollen,

 

- Ziele, die mindestens erreicht werden müssen, damit die Hilfe beendet oder durch eine einschneidende Maßnahme (in das Familienleben) abgelöst werden kann,

 

- Folgen eines möglichen Scheiterns der Interventionen und schließlich der Zeitpunkt, zu dem der Plan überprüft werden soll,

 

herausgearbeitet werden.

 

Des weiteren ist es wichtig, dass der Hilfeplan "einige Merkposten" enthält, "damit keiner der Beteiligten sich darauf berufen kann, er habe dies oder jenes nicht gewusst.

Dazu gehören:

 

- Klärung der Kompetenzen,

- Klärung der Finanzierung,

- Informationen über Rechtsbehelfe."

 

Quelle: http://www.sgbviii.de/S57.html

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