Lernbehinderung

Sozialarbeiter Brandenburg

 

„Ihr Kind hat eine Lernbehinderung!“ Der Satz haut Eltern förmlich um. Was heißt das? Kann mein Kind nicht Lesen und schreiben lernen? Kann es Abitur machen? Was ist später im Berufsleben? Bin ich schuld daran? Habe ich mein Kind nicht genug gefördert? Diese und ähnliche Fragen schießen allen Eltern durch den Kopf, die diese Diagnose des Arztes hören.

 

Faktoren für eine Lernbehinderung sind sowohl biologischen als auch psycho-sozialen Ursprungs

 

ungünstige soziale Bedingungen wie Vernachlässigung, Sozialisationsmängel

individuell-psychologische Beeinträchtigungen

angeborene, genetische Faktoren

erworbene Hirnschädigung, z.B. Hirninfektionen, Vergiftungen, chronische Krankheiten

erlittene Schädigungen durch Infektionen der Mutter in der Schwangerschaft

Sauerstoffmangel bei der Geburt

 

Verlauf

 

Eine Lernbehinderung wird bis heute leider meist nur unter dem schulischen Aspekt gesehen, so dass Hilfen dementsprechend erst im Grundschulalter greifen können. Dabei wird völlig übersehen, dass solch eine Beeinträchtigung weder mit Schuleintritt beginnt noch mit Schulschluss endet. Bereits im Säuglingsalter kann sie bei genauer Beobachtung festgestellt werden. Oftmals werden die Kinder nur als entwicklungsverzögert eingestuft. Doch je eher Hilfen und Förderungen greifen und gegeben werden, desto eher erhalten diese Kinder die Hilfe, die sie für ihre gesunde und gedeihliche Entwicklung brauchen. Die ersten Lebensjahre und das darin Erlernte sind essentiell für das restliche Leben. Nie wieder lernt ein Mensch so schnell, leicht und viel wie in der Kindheit. Umso schlimmer, wenn aus falsch verstandenem Stolz keine Hilfe bei den Kindern ankommt. Mit der richtigen Förderung und Hilfestellung ist ein selbständiges Leben der Betroffenen sehr gut möglich.

 

Quelle: http://lernbehinderung.com/

 

Widget is loading comments...